‚Die Kirche ist immer reformbedürftig‘, stellte das Zweite Vatikanische Konzil im Jahr 1964 fest (Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen Gentium“ 8,3). Das war keine neue Erkenntnis. Selbstkritik innerhalb der Kirche ist schon im Neuen Testament zu erkennen, und Reformversuche lassen sich schon aus den Texten christlicher Theologen der ersten Jahrhunderte ableiten. Der Kurs lädt ein zu einer Entdeckungsreise durch die Kirchengeschichte. Er geht den Fragen nach, wo die Kirche im Laufe der Zeit in sich selbst Reformbedarf erkannt und mit welchen Mitteln sie jeweils versucht hat, sich zu erneuern. Beispiele: Die Kirche selbst als Ergebnis von Reformen Jesu. Kritik und Reformen an christlichen Amtsträgern im 1. bis 5. Jahrhundert. Klosterreformen im Mittelalter. Katholische Reformbemühungen vor Luther. Das Konzil von Trient und seine Folgen. Kirchliche Erneuerung nach der Säkularisation. Reformkatholizismus ab 1900. Reformbemühungen kirchlicher Gruppen und der Päpste nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (Paul VI; Johannes Paul II; Benedikt XVI; Franziskus; Leo XIV.).“
Elemente:. Austausch, Impulse, Eucharistiefeier
Referent: Prof. Dr. theol. habil. Johannes Arnold
Unterkunft und Verpflegung: 185,00 € - Honorar: für die Kursleitung: 50 Euro
Demnächst
- -
Referent
Prof. Dr. theol. habil. Johannes Arnold: Geb. 1965, kath. Priester, Professor für Alte Kirchengeschichte. Seit 2009 Lehrstuhl für Patristik und Antikes Christentum in Sankt Georgen.