28. September

Das fünfte Generalkapitel in Marseille (1831)

Das fünfte Generalkapitel tagte vom 28. – 30. September 1831 im Priesterseminar in Marseille. Dieses Kapitel sollte ursprünglich den Regeln nach schon im Jahr 1829 stattfinden. Höhere Gewalt, Krankheit des Stifters und die Julirevolution verhinderten das allerdings.
Beim Generalkapitel von 1831 waren 11 Kapitulanten anwesend. Die Kongregation bestand damals aus 31 Professmitgliedern. Einige bedeutsame Beschlüsse wurden gefasst: Es wurde die Übernahme von Auslandsmissionen einstimmig beschlossen und vom Stifter gebilligt. Es wurde ein Antrag gestellt, der die Zeitabschnitte zwischen den einzelnen Generalkapiteln von 3 auf 6 Jahre verlängert. Dieser Antrag wurde abgelehnt, weil ein solcher Beschluss die wesentliche Änderung der Regel in mehreren Punkten mit sich ziehen würde. Die Frage nach der Übernahme von Internaten und Schulen wurde vom Stifter verneint mit der Begründung, das sei nicht im Geist der Kongregation. Er erklärte jedoch, dass eine Übernahme von Erziehungsinstituten in weit entfernten Gebieten ein Mittel sein könne, das Ziel der Missionsarbeit besser und schneller zu erreichen.
Auf dem fünften Generalkapitel wurde auch beschlossen, dass in der Kongregation künftig alljährlich am 17. Februar die Feier der Gelübdeerneuerung stattfinden sollte. Diese Tradition verbindet geistlich die Kongregation von damals mit der Tradition, die heute noch lebendig ist.


Quellen:

Philip Scharsch, Geschichte der Kongregation OMI, Bd. 1, S. 91.
Dictionnaire Historique des Missionnaires Oblates de Marie Immaculée, Bd. 1, Art. Chapitres généraux au temps du Fondateur, 181f.