29. Oktober

Erzbischof Thomas Benjamin Kardinal Cooray OMI (1901-1988)

Thomas Benjamin Cooray wurde am 28. Dezember 1901 in Periyamulla, Negombo in Sri Lanka geboren. 1924 trat er in das Noviziat der Oblaten ein. Nach seinen ersten Gelübden begann Thomas Cooray sein Studium in Rom, wo er 1929 zum Priester geweiht wurde. Nach zwei weiteren Jahren des Studiums kehrte er nach Sri Lanka zurück und war dort als Lehrer im Scholastikat der Oblaten in Borella tätig. 1945 wurde er zum Koadjutor des Erzbischofs von Colombo, Jean-Marie Masson OMI, ernannt. Nach dessen Tod im Jahr 1947 wurde Bischof Cooray der erste singhalesische Erzbischof von Colombo. Er kümmerte sich vor allem um die Ausbildung des einheimischen Klerus und stärkte in den Pfarreien seiner Diözese die Mitverantwortung der Laien. Eines seiner bedeutendsten Werke ist die Errichtung des Nationalheiligtums Unserer Lieben Frau von Lanka in Tewatta, Ragama, das er 1974 nach fast 25 Jahren Bauzeit einweihen konnte. 1962, mit Beginn des zweiten vatikanischen Konzils, wurde Bischof Cooray zu einem Mann der Weltkirche. Im letzten Konzilsjahr wurde er von Papst Paul VI. zum Kardinal und Mitglied der Kongregationen für die Ausbreitung des Glaubens und für die orientalischen Kirchen sowie der päpstlichen Kommission für das Kirchenrecht ernannt. Aus gesundheitlichen Gründen musste Kardinal Cooray 1976 vom Bischofsamt zurücktreten und zog sich nach Tewatta zurück. Das hinderte ihn jedoch nicht daran, noch einmal als Kardinal aktiv zu werden, als er nach dem Tod Paul VI. und Johannes Paul I. an den zwei Konklaven von 1978 teilnehmen konnte. Zehn Jahre später, am 29. Oktober 1988, starb Kardinal Cooray in Tewatta im Alter von 87 Jahren.

Quellen:

OMI-Information 262/88, www.catholic-hierarchy.org/bishop/bcooray.html.