28. November

Martyrium von 13 Oblaten im spanischen Bürgerkrieg (1936)

Als die ersten Oblaten 1882 nach Spanien kamen, war das Land durch seine Geschichte von Krieg geprägt. Immer wieder kam es zu Kämpfen zwischen politischen Parteien und Bewegungen unter denen auch die katholische Kirche zu leiden hatte. Die Wut der bewaffneten Truppen richtete sich oft gegen Priester und alle religiösen Menschen, so dass sich mit der Zeit in Spanien eine antireligiöse Schicht bildete.
1931 wurde die spanische Republik gegründet, die unter kommunistischer Regierung stand. Die Folge dessen war ein Bürgerkrieg, der unzählige Opfer forderte. Im Februar 1936 wollten die Kommunisten das gesamte Land unter ihre Verwaltung bringen. Dieses Ziel versuchten sie mit gewaltsamen Mitteln zu verwirklichen. Die nationale Bewegung des General Franco kämpfte gegen die republikanischen Einheiten.
In Spanien existierte die erst vier Jahre alte Vizeprovinz der Oblaten. Sie bestand aus Häusern in Spanien und denen aus Uruguay. Zwar waren die ersten Oblaten in Spanien Franzosen, die auch Häuser gründeten, doch unterstand die Provinz der von Texas, da die finanziellen Mittel sehr gering waren. Im spanischen Bürgerkrieg verloren 22 Mitglieder der Provinz ihr Leben.
13 von ihnen, die aus dem Scholastikat aus Pozuelo kamen, wurden verhaftet und im Gefängnis von San Anton festgehalten. Unter ihnen befanden sich der Provinzial, der Vizeprovinz P. Francisco Estaban Lacal, der Superior des Scholastikates Vicente Blanco Guadilla, ein Pater, 7 Scholastiker und 3 Brüder in Ausbildung. Am 28. November wurden sie mit einem LKW zum Jarama Fluss gefahren und dort ausgesetzt. Ein Augenzeuge berichtet, dass die Männer wussten was ihnen bevorstand. Pater Escobar bat einen der Soldaten um die Erlaubnis, seinen Brüdern die Absolution zu erteilen. Diese letzte Bitte wurde gewährt. Bis zum Schluss hielten die Männer zusammen und nahmen ihre eigene Hinrichtung mit großer Ruhe an. Die letzten Worte des P. Escobar waren: „ Lang lebe Christus König.“ Danach fielen die Schüsse. Der Heiligsprechungsprozess wurde 1998 eröffnet. Am 17. Dezember 2011 wurden alle 22 Oblatenmärtyrer seliggesprochen.


Quellen:
James M. FitzPatrick, OMI, Oblate witness 1831 – 1997, Oblate Heritage 7, S. 55.