26. November

P. Zdeněk Čížkovský OMI (1921-2004)

Mit ihm hat im Jahr 1991 die neue Oblatengeschichte in der Tschechischen Republik begonnen. Es war nach einer mehr als zwanzigjährigen Unterbrechung der Präsenz der Oblaten; der letzte Oblate in der Tschechei war 1970 gestorben.
Geboren wurde am 22. Februar 1921 in Brno in der damaligen Tschechoslowakischen Republik. Im Jahr 1942 beendete er sein Lehrerstudium in Příbram. Danach folgte die Zwangsarbeit im Deutschen Reich. Er floh, wurde ertappt und in das Konzentrationslager in Kunčice geschickt. Nach dem Krieg arbeitete er als Lehrer. Einen Monat nach dem Beginn des komunistichen Regimes ist er nach Westeuropa geflohen. Er lebte dort als ein Obdachloser (1948-1951). Er spielte in obskuren Kneipen und Freudenhäusern in Paris Klavier. Er arbeitete im Zirkus… Danach ist er nach Süd-Afrika gefahren, um Diamanten zu suchen.
Dort trat er den Oblaten bei (1951) und legte seine ersten Gelübde ab (1954). Nach den ewigen Gelübden (1957) folgte die Priesterweihe am 6. Dezember 1958 in Montebello. Er hat beim Stamm der Zulu im Tal der Tausend Hügel gearbeitet. Im Jahre 1966 hatte er bei einer Reise nach Wien die einzige Möglichkeit seit seiner Abreise aus der Tschechoslowakei, ganz kurz seine Muter zu sehen.
Dann folgte eine Tätigkeit als Krankenhausselsorger in Durban (1967-1969) und bei den Flüchtlingen aus der Tschechoslowakei in Johanesburg (ab 1969) und im Jahr 1979 wurde er Pfarrer in Pinetown.
Nach der Wende kommt er als Siebzigjähriger zurück in die Tschechoslowakei, um die Oblatenkommunität dort zu erneuern. Er war Pfarrer in Kroměříž in Mähren (1991-93). Dort hat er zusammen mit einem polnischen und zwei österreichischen Oblatenpriestern eine Kommunität gegründet. Nach zwei Jahren hat er noch eine andere Kommunität in Tábor-Klokoty in Böhmen begründet. Er wurde dort Pfarrer. Im Jahr 2000 ist er nach Kroměříž zurückgekommen. Er starb dort am 26. November 2004.
Er hat die Oblatenkongregation in der Tschechei bekantgemacht (auch durch sein Buch „In Afrika hieß ich Sipho“) und mehrere junge Männer in der Tschechei für das Oblatenleben begeistert.


Quellen:
Čížkovský, Zdeněk: V Africe mi říkali Sípho. Životní příběh českého misionáře, Kostelní Vydří: Karmelitánské nakladatelství, 2003.
Karásek, Miroslav: Misionář Panny Marie Neposkvrněné, Kroměříž: Miroslav Karásek.
Palán, Aleš: Než krokodýl spolkne stín, Kostelní Vydří: Karmelitánské nakladatelství, 2005.