24. November

P. Justin Jean Pennerath OMI (1902-1944)

Justin Jean Pennerath wurde am 4. Juni 1902 in Barst/Frankreich geboren. Er besuchte das Oblaten- Juniorat St. Karl in Holland, absolvierte danach das Noviziat in Straßburg und studierte im Anschluss in Liège/Belgien. Am 4. Juli 1926 empfing Justin Jean Pennerath das Sakrament der Priesterweihe.
Nach kurzer Station im Juniorat in Straßburg, wurde P. Pennerath zum Kaplan im Noviziatskloster der Allerheiligen Schwestern in Lettenbach ernannt und war darüber hinaus als Aushilfe in der Pfarrei Abreschwiller tätig.
Im Jahr 1941 wurden alle Priester der Diözese Metz von den Nationalsozialisten aus diesem Bistum ausgewiesen. P. Pennerath wurde zum Pfarrer der Pfarrei Allanmont, in der Diözese Saint-Dié, ernannt.
Einige der Gemeindemitglieder waren in die Widerstandsaktivitäten der „Résistance“ involviert. P. Pennerath sympathisierte mit den Widerstandskämpfern und unterstützte sie, denn er erkannte, dass der Nationalsozialistischen Ideologie das Böse innewohnte. Der Oblate wurde oftmals von den Nazis verhört.
Er wusste, dass sein Leben ständig in Gefahr war. Er lehnte es aber ab, seine Pfarrei zu verlassen, um einen sichereren Ort aufzusuchen, denn er fühlte sich verpflichtet, sich um die ihm anvertrauten Gläubigen zu kümmern.
Im Herbst des Jahres erschien eines Morgens die SS im Pfarrhaus. Da P. Pennerath sich weigerte die Fragen der Deutschen zu beantworten, wurde er geschlagen. Bei der Durchsuchung von Haus und Scheune wurde unter anderem ein Radio gefunden. Die SS-Schergen nahmen den blutüberströmten Oblaten sofort mit und internierten ihn im Gefangenenlager Schirmech. Später wurde er nach Deutschland, ins Konzentrationslager Gaggenau, verbracht.
Am 24. November 1944 wurden P. Pennerath und einige Mithäftlinge gezwungen, ihr eigenes Grab auszuheben und sich neben dasselbe zu knien. Die Gefangenen wurden durch Genickschuss ermordet. Ein weiterer Schuss in den Kopf sollte sicherstellen, dass sie wirklich tot waren.
Bei der Exhumierung der Leichen nach dem Krieg stellte man fest, dass der Kopf des Oblaten keine Schussverletzung aufwies. Man vermutet, dass P. Pennerath nicht durch den Genickschuss starb, sondern beim Zufüllen der Grube erstickte.


Quellen:
James M. FitzPatrick OMI, Oblate Heritage 7, Oblate Witnesses 1831- 1997, Rom 1998, S. 25- 26.