12. November

P. Pierre Yves Keralum OMI (1817-1872)

Pierre Keralum wurde am 2. März 1817 in Bretagne/Frankreich geboren. Er legte seine ersten und ewigen Gelübde 1851 ab und wurde von Bischof de Mazenod am 15 Februar 1852 zum Priester geweiht.
Mit Msgr. Odin, fünf Patres und einem Laienbruder wurde P. Keralum im Frühjahr 1852 aus Frankreich nach Galveston in Texas gesandt. P. Keralum bildete mit P. Verdet und mit Br. Roudet ab September 1852 die neue Komunität von Brownsville Die Patres griffen dasselbe Werk wieder auf, dass P. Telmon und P. Soulerin anderthalb Jahren zuvor aufgeben müssten. Der Bau einer steinernen Kirche konnte ins Auge gefasst werden. P. Keralum, früher einmal Architekt, zeichnete den Bauplan. Er führte nach dem tragischen Tod von P. Verdet das Werk mit sicherer Hand bis zur Vollendung 1859 zu Ende.
P. Keralum hat die Missionsreisen, auf denen er die Farmen im großen Umkreis von Brownsville besuchte, stets zu Pferde geführt. Diese Reisen dauerten bis zu drei Monate, wobei er nur drei Tage auf den einzelnen Farmen blieb, um Beichte zu hören, Taufen zu spenden, und Ehen zu schließen. Die kleinen Farmen wuchsen zu größeren Siedlungen heran. Später wurden günstig gelegene Farmen besonders in ihre Entwicklung gefördert.
P. Keralum ein Altmeister der Texasmission ritt am 9. November 1872 von Brownsville aus in eine Mission aus der er nie mehr zurückkehrte. Am 12. desselben Monats wurde er noch auf einer Ranch gesehen, von da ab war er verschollen. Zehn Jahre später fand man seine Überreste von der Sonne gebleicht und von wilden Tieren angenagt in der Steppe. Neben ihm lagen sein Kelch, der Altarstein, die Hostienkapsel, das Fläschen für den Messwein und sein Rosenkranz.
P. Keralum hatte sich in der Steppe verirrt und den Tod durch Hunger und Durst gefunden.
Wahrscheinlich verstarb er am 12. November 1872.Er wurde 55 Jahre alt.


Quellen:
Robert Wright, The Oblate Cavalry of Christ, in: Oblate Heritage Nr. 8, Rom 1998.
Philip Scharsch, Geschichte der Kongregation OMI, Bd. 1, S. 239-253.
Philip Scharsch, Geschichte der Kongregation OMI, Bd. 2, S. 221-223.