18. Mai

Start des ersten internationalen Kongresses der Assoziierten (1996)

„We are not the owners of our charism; it belongs to the church … and lay persons want to share it“ (Generalkapitel 1992: Witnessing as Apostolic Community)

Die Teilnahme von Laien an Leben und Sendung der Oblaten war bereits für den Ordensgründer Eugen von Mazenod von Wichtigkeit: Es ging in den frühen Jahren der Kongregation vor allem um wohltätige Hilfe zur Unterstützung der Arbeit der Missionare.
Drei Initiativen haben in der Geschichte der Kongregation zur Etablierung der Assoziierten Laien geführt: Die erste begann auf den frühen Generalkapiteln 1850-1879 und sah die Christgläubigen als eine Vereinigung zur Unterstützung der Juniorate durch Gebet und Almosen.
Die zweite Initiative ging während des Generalkapitels von 1920 von Erzbischof Augustin Dontenwill aus, der die Unterstützung durch Laien auf alle apostolischen Tätigkeiten der Oblaten ausweiten wollte.
Die dritte Initiative entwickelte sich, inspiriert durch das II. Vatikanum, 1966 und wurde in den folgenden Generalkapiteln fortgesetzt. Sie hatte zunächst Auswirkungen auf die Ordensregel, in der Artikel über das Verhältnis der Oblaten zu den Laien eingefügt wurden.
Vom 18. bis 21. Mai 1996 tagte der erste internationale Kongress der Assoziierten und stellte fest, dass Assoziierte Menschen sind, die sich leidenschaftlich für Christus, seine Mission und Menschlichkeit engagieren als seine Zeugen inmitten der Welt. 1998 nahmen erstmals Assoziierte an einem Generalkapitel als Beobachter teil.
2007 wurde als allgemeine Bezeichnung für alle Assoziierten der Begriff „Oblate Partners in Mission“ geboren.
2008 tagte der zweite internationale Kongress der Assoziierten und hielt drei wichtige Aussagen über die Bildung von Assoziierte Gruppen fest:
1. Komplementarität: Während die Laien das Charisma der Oblaten respektieren, respektieren die Oblaten die eigenständige Berufung der Laien.
2. Das Ideal ist eine kontinuierliche Suche nach innovativen Strukturen für Gemeinschaft sowie Teilen von Information und Erfahrung.
3. Etablierung von Basis-Strukturen, die flexible und sichtbar zugleich sind.


Quellen:
Firth OMI, Oswald: Laity Participation in Oblate Life and Mission, in: Vie Oblate Life 67 (2008), 2, Seiten 165-172.