10. Mai

P. Gabriel Salaün OMI (1834-1874)

Pater Gabriel Salaün OMI wurde am 8. November 1834 in Guipronvel im Westen von Frankreich geboren. Um den Miltiärdienst zu umgehen, verlies er die Schule ein Jahr früher und studierte daraufhin ein Jahr Philosophie, sowie ein Jahr Theologie im Seminar von Quimper in der Bretagne. Das Seminar wurde von P. Jean Joseph Lagier OMI geleitet.
Am 1. Mai 1857 begann er sein Noviziat in Nancy. Am 3. Mai 1858 legte er dort die ewigen Gelübde ab und setzte daraufhin sein Theologiestudium in Marseilles fort, wo er am Johannistag (24. Juni) 1860 von Bischof Eugen von Mazenod die Priesterweihe empfing.
Seine Ausbilder beschreiben P. Salaün 1862 als "körperlich sehr robust, stark im Auftreten, ruhelos, sehr intelligent, werteorientiert und fromm."
Nach seiner Priesterweihe schickte ihn der Stifter nach Ceylon, dem heutigen Sri-Lanka. Am 15. Oktober 1860 erreichte Pater Salaün die Provinz Jaffna im Norden der Insel. Zunächst studierte er Tamil in Colombogam. Von 1862 bis 1865 war er mit der Mission in Valigamam beauftragt. Im Februar 1865 wurde er von Bischof Semeria OMI zum Superior des Provinzhauses in Jaffna und zum Direktor der Schule ernannt. Nach einer überstandenen Choleraerkrankung wurde der durch die Krankheit angeschlagene Pater zunächst Assistent von P. Louis-Marie Boisseau OMI und später im Jahr 1872 Direktor des Waisenhauses St. Joseph in Colombogam. Schon zu Beginn seiner Zeit in Ceylon zeigten sich bei P. Salaün erste Symptome der Tuberkulose-Erkrankung. Anfang 1874 verschlechterte sich sein Zustand. Er stirbt schließlich am 10. Mai 1874 mit 39 Jahren an den Folgen der Tuberkoluse. Auf dem Friedhof von St. Mary in Jaffna wurde er beerdigt.
Im Nachruf lobten ihn Bischof Christophe Bonjean und P. Boisseau OMI für sein tadelloses Leben und seinen unermüdlichen Arbeitseifer. Des Weiteren wurden einige seiner interessanten Vergleiche, welche er vor allem während seiner Zeit im Noviziat und Scholastikat niederschrieb, hervorgehoben. So beschrieb er den Überfluss der Gnade so: "Die Kuh, die auf einer saftigen Weide grast gibt mehr Milch, als die Kuh, die auf trockenen und sandigem Boden nagt. Daher wird ein Glaubender mehr gute Werke tun als eine Nichtglaubender."


Quellen:
Joseph Fabre: R.P. Gabriel Salaün. Circulaire Nr. 77, in: Notices nécrologiques, Bd. III, Paris 1897, 157-180.
Jesuthasan Philip: Rev. Father Gabriel Joseph Salaün OMI, in: Our Tribute, Bd. I, Colombo 2001, 68-71.