6. Mai

Marianischer Kongress in Durban - 100-Jahrfeier der Oblaten in Südafrika (1952)

Am 6. Mai 1852 landeten die ersten Oblatenmissionarein Durban, einer Hafenstadt am Indischen Ozean. In Erinnerung daran hielten die Katholiken Südafrikas vom 31. April bis zum 5. Mai 1952 den ersten nationalen marianischen Kongreß in Durban ab. Erzbischof Denis Hurley OMI hatte zu dieser Hundertjahrfeier eingeladen und aufgerufen sich in dieser Feier der Mutter Gottes unter dem Titel „Die du in den Himmel aufgefahren bist“ zu weihen.
Der Papst hatte als seinen Legaten den Apostolischen Delegaten für Südafrika, Erzbischof Josef Lucas SVD, gesandt. Fünf Erzbischöfe und 24 Bischöfe waren erschienen. Auch der Generalobere der Oblaten, Pater Leo Deschâtelets, war von Rom gekommen.
Der marianische Kongreß wurde vom Apostolischen Delegaten Erzbischof Lucas SVD in der Emanuel-Kathedrale von Durban eröffnet. Das Festgelände war die Durbaner Rennbahn, auf deren Tribünen 50.000 Menschen Platz fanden. Es war ein siebzig Meter langer Altar mit einer hundert Meter hohen Pyramide, auf der eine Statue der unbefleckt empfangenen Jungfrau Maria stand, errichtet worden. In einer Kinder- und Jugendmesse wurde ein Oblate zum Priester geweiht. Ein Passionsspiel, das Rosenkranzgebet und die Darstellung der Geschichte der Oblaten in Südafrika in sieben lebenden Bildern waren weitere eindrucksvolle Feierlichkeiten.
Am Sonntag, dem 4. Mai, fand eine große Prozession mit 26.000 Kongreßteilnehmern durch die Straßen Durbans statt. Das Ziel der Prozession war der Albert-Park. Dort klang der erste nationale marianische Kongreß Südafrikas mit einer Rundfunkbotschaft des Papstes Pius XII. aus. Er sprach über die Marienverehrung in der Kirche und würdigte die Arbeit der Oblatenmissionare während der vergangenen hundert Jahre in Südafrika.


Quellen:
A. Hartjes, 100-Jahrfeier der Oblaten in Südafrika, Monatsblätter 53 (1952) 203/5.