12. März

Beginn der Mission im Chaco/Pilcomayo (1926)

Auf Ersuchen der Glaubenskongregation von 1925, sowie vom Mai und Dezember 1926 fasste der Generalrat der Oblaten den Beschluß, deutsche Missionare in den Pilcomayo, damals noch Bolivien, zu schicken. Der entsprechende Teil des Apostolischen Vikariates Chaco wurde ihnen am 12. März 1925 übertragen. Der Missionsleiter war jeweils zugleich Apostolischer Präfekt des Vikariates.
Missionsziel war die Evangelisierung der Eingeborenen Guarani und Chulupi Indianer. Dazu mussten die Missionare beiden Sprachen erlernen und erstellten die ersten Wörterbücher, Grammatiken und Bibelübersetzungen.
Die Missionen hatten immer wieder schwere Rückschläge zu erleiden. Lange musste man sich mit bescheidensten Erfolgen zufrieden geben. Die erste Niederlassung San Jose de Esteros wurde oft von der argentinischen Grenze, von woher der Nachschub sichergestellt wurde, abgeschnitten, so dass die Versorgungslage äußerst schwierig wurde. Aufgrund des schwelenden Grenzkonfliktes zwischen Bolivien und Paraguay waren die Missionare oft der (vor allem bolivianischen) Militärwillkür ausgeliefert. Erst nach Ende des Krieges von 1932-1935 konnte angefangen werden, die Mission im eigentlichen Sinne zu beginnen, da Paraguay als Sieger aus dem Krieg hervorging und die Missionstätigkeit nicht weiter behindert wurde. Ein herber Preis für die Tätigkeit war, dass P. Joseph Otto und Fr. William Wilbert 1937/38 einer grassierenden Epidemie erlagen.
1932 gehörten zur Apostolischen Präfektur 4000 Weiße, ein Indianer und drei Mestizen. Weitere Niederlassungen wurden gegründet, so dass diese Zahl bis 1947 auf 144 indianische Katechumenen und 252 indianische, sowie 62000 weiße Katholiken anstieg.
Heute ist aus dieser Mission eine eigene Ordensprovinz geworden. Einheimischer Nachwuchs ist vorhanden und es gibt so gar eine Gründung von Oblatinnen.