13. Januar

Bischofsernennung von Fortuné de Mazenod (1823)

Auf der Suche nach einem Bischof für das neu erhobene Bistum Marseille stieß man auf Fortuné de Mazenod, dem Onkel von Eugene de Mazenod. Jedoch fürchteten einflussreiche Kreise, dass der frühere Kanoniker zum Vorteil seines Neffen und dessen Ordensgemeinschaft arbeiten würde. Sogar seine frühere Ernennung durch König Ludwig XVIII. von 1817, die jedoch nie vollzogen werden konnte, wurde in Zeitungsartikeln als ungültig bezeichnet.
Für Eugene de Mazenod war jedoch ein der Kongregation wohlgesonnener Bischof wichtig. So ergriff er für Fortuné de Mazenod Partei und machte sich in Paris für dessen Ernennung stark. Dazu bediente sich unser Stifter einflussreicher Vermittler. Am 19. Januar 1823 erhielt der Kanoniker Fortuné de Mazenod seine offizielle Ernennung. Noch bevor er die Glückwünsche entgegennahm, kniete er vor dem Allerheiligsten nieder und verweilte einige Zeit davor.
Diese Bischofsernennung beendete eine Ungewißheit für die Missionare der Provence, wie für die ganze Stadt. Eugene de Mazenod, der durch einen Boten noch am Abend des 19. Januar davon erfuhr, brach sofort seine Mission ab, um am 9. Februar gemeinsam mit seinem Onkel nach Paris zu fahren, um dort die Formalitäten zu klären.
Am 6. Juli 1823 wurde Mgr. de Mazenod in der Kapelle Unserer Lieben Frau von Loreto zu Issy konsekriert.


Quellen:
Leflon, Jean, Eugene von Mazenod Band II a, Seiten 250ff.