13. Februar

Erzbischof Denis Eugene Hurley OMI (1915-2004)

Denis Eugene Hurley wurde am 09. November 1915 in Kapstadt als Sohn irischer Eltern geboren. Er begann 1932 sein Noviziat, für das er nach Irland geschickt wurde. Nach seinen ersten Gelübden 1933 studierte er in Rom am Angelicum, wo er 1939 die Priesterweihe empfing. Nach seiner Rückkehr nach Südafrika wirkte er zunächst als Seelsorger an der Kathedrale von Durban. Bereits im Alter von 28 Jahren wurde er der erste Superior des neu gegründeten Scholastikates in Pietermaritzburg.
Zwei Jahre später wurde er von Papst Pius XII. zum Apostolischen Vikar von Natal ernannt und am 19. März 1947 empfing er die Bischofsweihe. Er war damals der jüngste katholische Bischof der Welt. Als 1951 in Südafrika die Hierarchie errichtet wurde, übernahm Bischof Denis Hurley das Erzbistum Durban, das aus dem Apostolischen Viakariat Natal hervorgegangen war. Mehrere Male war er Vorsizender der Südafrikanischen Bischofskonferenz.
Von Papst Johannes XXIII. wurde er 1959 in die zentrale Vorbereitungskommission für das II. Vatikanische Konzil berufen. Am Konzil selbst wirkte er in der Kommission für die Studien und Seminare mit. Nach dem Konzil war er Mitglied des Consilium zur Durchführung der Liturgiekonstitution und über Jahre engagierte er sich in der Internationalen Kommission für Englisch in der Liturgie (ICEL).
Hurleys Wirken als Erzbischof war vor allem geprägt von seinem Kampf für die Menschenrechte und gegen das System der Apartheid. Er sprach sich für soziale Gerechtigkeit und eine gewaltlose, friedliche Lösung der Situation in Südafrika aus. Sein couragiertes Auftreten brachte ihn 1985 sogar vor Gericht. Er wurde unter Hausarrest gestellt und entging mehreren Anschlägen. Der Prozess endete mit seinem Freispruch.
Im Jahr 1992, nach 45 Jahren als Bischof, reichte er aus Altersgründen seinen Rücktritt ein. Auf die Bitte seines Nachfolgers hin übernahm er wieder die Seelsorge in der Pfarrei der Kathedrale von Durban. Er wurde 1999 von Staatspräsident Nelson Mandela mit der Medaille 1. Klasse des Verdienstordens, der höchsten zivilen Auszeichnung seines Landes geehrt. Am 13. Februar 2004 starb er überraschend im Alter von 89 Jahren.


Quellen:
OMI-Information Nr. 429, Februar 2004; Nr. 382, September 1999; Nr. 309, Februar 1993.
Donat Levasseur, A History of the Missionary Oblates of Mary Immaculate, Bd. 2, Rom 1989, S. 437-440.