19. Dezember

P. Bernhard Ferkinghoff OMI (1934 – 1987)

Bernhard Ferkinghoff wurde am 25. April 1934 in Eschweiler bei Aachen geboren. 1946 begann er mit den Gymnasialstudien in Nothberg. 1949 machte P. Cornelius Ingmann OMI eine Aushilfe in Nothberg. Dadurch baute sich ein Kontakt zwischen dem Jugendlichen und der Aachener Kommunität auf.
1954 absolvierte Bernhard Ferkinghoff sein Abitur und begann am 30. April das Noviziat in Maria Engelport. Am 1. Mai des darauf folgenden Jahres legte er seine ersten Gelübde ab. Er kam zunächst in das Studienhaus der Oblaten in Hünfeld, wechselte nach einem Semester jedoch in das internationale Scholastikat in Rom. Er vertiefte sich besonders in der Philosophie und fiel durch ein ausgeprägtes Unterscheidungsvermögen auf.
Am 12. Juli 1961 wurde er in Roviano / Italien zum Priester geweiht. 1962 kehrte er in die deutsche Provinz zurück und begann in Hünfeld die Arbeit als Dozent für Philosophie. 1968 folgte eine Gastprofessur im Scholastikat in Massachusetts. 1969 wurde er Moderator für die Scholastiker in Hünfeld. Doch die Aufgabe füllte ihn nicht aus, so dass er in die diözesane Jugendarbeit einstieg. Als die Scholastiker 1971 auf die Universität Mainz wechselten, blieb er in Hünfeld und betätigte sich als Präses des Fuldaer Diözesanverbandes des BDKJ. Für seine Verdienste wurden ihm die Bonifatiusmedaille und das BDKJ-Ehrenkreuz in Gold verliehen.
1975 wechselte P. Ferkinghoff nach Mainz, um dort in der Redaktion der Predigtzeitschrift „Gottes Wort im Kirchenjahr“ mitzuarbeiten. Seine besondere Aufmerksamkeit galt dabei der Exaktheit im Ausdruck und der Richtigkeit in der theologischen Aussage.
Am 4. Oktober 1978 wurde er als Provinzial für die deutsche Ordensprovinz eingesetzt. In seiner kurzen Amtszeit besuchte er unermüdlich die Häuser der Provinz, beschloss den Bau der Pflegeabteilung im Bonifatiuskloster/Hünfeld und Neubau der Kommunität in München. Zudem bereitete er die Provinz auf das Generalkapitel 1980 und die anstehende Satzungsrevision vor.
Vom Generalkapitel kehrte er als Generalrat für Europa zurück. Er wurde Mitglied der Kommunität in Lahnstein und visitierte von nun an die europäische Region. Dabei kamen ihm sein gutes Personengedächtnis und seine Sprachkenntnisse zugute. In der Zeit als Generalrat lernte er zusätzlich zu Französisch, Englisch und Italienisch noch Spanisch und Holländisch.
Im November 1987 diagnostizierten die Ärzte bei ihm Magenkrebs mit Metastasen in der Leber. Da keine Aussichten auf Heilung bestanden, lehnte er jede Therapiemaßnahmen ab und nahm seinen Tod bewusst an. Er wurde nach seinem Tod am 19. Dezember 1987 in Maria Engelport beigesetzt.


Quellen:
P. Alfons Schrodi, Nachruf auf den Verstorbenen, 1988.
Der Weinberg, Februar 1988, S. 15.
Provinznachrichten der dt. Ordensprovinz Nr. 84-98.