24. April

P. Johannes Pietsch OMI (1873-1946)

Johannes Pietsch wurde am 17. November 1873 im oberschlesischen Leuber an der Neiße geboren. Mit 13 Jahren kam er nach St. Karl um die dortige Missionsschule der Oblaten zu besuchen. Nach bestandenem Noviziatsjahr legte er im August 1893 seine ersten Gelübde in St. Gerlach ab. Kurz danach begann er mit seinen theologischen Studien in Rom, dort wurde er 1898 zum Priester geweiht.
Ab 1900 wirkte P. Johannes Pietsch in Hünfeld als Professor an der ordenseigenen Hochschule und als Novizenmeister für die Brüder. 1910 wurde er für eine kurze Zeit Superior des Klosters Maria Engelport, kam aber schnell wieder nach Hünfeld zurück um nun das deutsche Mutterhaus als Superior zu leiten. Im Jahr 1914 wurde er als Delegierter für das Generalkapitel bestimmt. Im Februar 1926 wird P. Pietsch zum Provinzial der Deutschen Ordensprovinz ernannt. Dieses Amt führte er jedoch nur bis Oktober desselben Jahres aus. Mit dieser Aufgabe betreut kümmerte er sich vor allem um die deutsche Provinz und die davon ausgehenden Missionsgebiete. Während der Anfangsphase des II. Weltkrieges unternahm P. Johannes Pietsch im Jahr 1939 eine Reise nach Polen, um die dortigen Teile der Deutschen Provinz zu retten. 1940 wurde er Bevollmächtigter des Generaloberen.
Trotz seines schlechten Gesundheitszustands konnte P. Johannes Pietsch OMI seinen Amtsgeschäften weiter nachgehen. Nach einiger Zeit allerdings war seine Gesundheit so stark beeinträchtigt, dass er nur noch teilweise am Leben der Kommunität teilnehmen konnte.
Zu seinen körperlichen Schmerzen kamen noch die Auswirkungen des Krieges hinzu, vor allem den Verlust seiner schlesischen Heimat. Am 24. April 1946 schlief er ruhig und sanft ein. Seine Beisetzung erfolgte drei Tage später auf dem Campo Verano in der Totenkapelle der Oblaten.


Quellen:
Nachruf: P. Johannes Pietsch OMI, verfasst von P. Amand Reuter OMI