7. April

P. Pierre Telmon OMI (1807-1878)

Pierre Antoine Adrien Telmon wurde am 8. September 1807 als Sohn eines Zimmermanns in Barcelonnette in der Diözese Gap geboren. Im Jahr 1822 erlebte er die Mission in Barcelonnette, die vom Stifter selbst gepredigt wurde und folgte daraufhin den Missionaren nach Aix. Am 8. September 1822 begann er sein Noviziat in Notre-Dame du Laus und am 8. September 1826 legte er in Marseille seine Gelübde ab. Nach dem Studium der Philosophie und Theologie empfing er am 10. April 1830 die Priesterweihe von Bischof Fortuné de Mazenod.
Schon vor seiner Priesterweihe hatte er in Marseille Philosophie und Dogmatik gelehrt, nun verbrachte er einige Jahre in N.-D. du Laus, bevor er 1834 zusammen mit P. Guibert und P. Albini das Priesterseminar von Ajaccio übernahm. Er predigte mit großem Erfolg Missionen und war sehr beliebt. Sein Wirken war stets von großem Eifer erfüllt, er war ein erfolgreicher Prediger, ein Mann des Glaubens, und der Liebe zu den Menschen, zur Kirche und zur Kongregation. Seine Mitbrüder litten unter seinem ungestümen und aufsässigen Charakter.
Nach einigen Jahren in Marseille, bricht er am 29. September 1841 zusammen mit fünf Mitbrüdern nach Kanada auf. P. Telmon übernimmt dort die Pfarrseelsorge in zwei Pfarreien und predigt Missionen und Exerzitien. Er ist an der Gründung der Schwestern der hl. Namen Jesu und Mariens beteiligt. Als erster Oblate geht er 1844 nach Bytown (Ottawa) wo er an der Gründung der Schwestern der Nächstenliebe von Ottawa mitwirkt.
Im Glauben, weiterhin den Auftrag zu haben, eine Niederlassung in den Vereinigten Staaten zu gründen folgte P. Telmon ohne Erlaubnis des Stifters zusammen mit vier weiteren Oblaten 1849 dem Ruf von Bischof Odin nach Brownsville in Texas. Die Situation war von Anfang an schwierig, ohne Kirche und ohne feste Unterkunft für die Missionare. Dem Eifer des P. Telmon war es zu verdanken, dass sich die Situation verbesserte. Dennoch wurde er 1850 vom Stifter nach Frankreich zurückgerufen und die Niederlassung in Texas aufgelöst. Einer der Gründe dürfte seine angeschlagene Gesundheit gewesen sein.
Es fällt ihm schwer, sich wieder einzuleben und er lebt zunächst außerhalb seiner Kommunität. Schließlich wirkt er in den folgenden Jahren als Superior verschiedener Kommunitäten. Er predigt mit Erfolg, solange seine Gesundheit es zulässt. Nach einigen Jahren der Krankheit stirbt er am 7. April 1878 in Aix.


Quellen:
Dictionnaire Historique des OMI, Rom 2004, S. 698-704.
Robert Wright, The Oblate Cavalry of Christ, in: Oblate Heritage 8, Rom 1998.
Joseph Fabre u.a., cirulaire n°84, in: Notices nécrologiques, Bd. 3, S. 494-511.