- | Ort: St. Bonifatiuskloster

Klosterparkfest 2015

Das Klosterparkfest ist das Missions- und Familienfest des St. Bonifatiusklosters. Es findet jährlich am dritten Augustsonntag statt. Die Eucharistiefeier wird im Festzelt gefeiert, anschließend ist den ganzen Tag über Festbetrieb im Klosterpark. Als Festprediger ist jedes Jahr ein Missionar eingeladen, der von der Missionsarbeit der Oblaten in der Welt berichtet. Der Erlös des Klosterparkfestes ist für eines seiner Missionsprojekte bestimmt.

 

Das Programm

Der Erlös des Klosterparkfestes am 16. August 2015 ist bestimmt für den Aufbau eines christlichen Frauen- und Gemeindezentrums in Bangladesch.

10.00 Uhr Hochamt im Festzelt mit Bischof Bejoy dela Cruz OMI aus Bangladesch
Musikalische Gestaltung durch den Musikverein "Haunequelle" Dietershausen

ab 11.00 Uhr Festbetrieb im Klosterpark mit Klosterspezialitäten und Fassbier, Kaffee und Kuchen, Weinstand, Blasmusik, Spielwiese für Kinder, Kutschfahrten, Rutsche, Märchenzelt, Zauberlehrling Leon, u.v.m.

11.00 Uhr Musikverein "Haunequelle" Dietershausen
12.30 Uhr Stadtkapelle Hünfeld und Dammersbacher Blasmusik
14.00 Uhr Schlagfest - japanische Taiko-Trommeln
14.30 Uhr Roßbacher Kinderfeuerwehr
15.00 Uhr Rückerser Dorfmusikanten
16.30 Uhr Marbacher Musikverein
18.00 Uhr Stadtkapelle Geisa

 

Das diesjährige Projekt

In diesem Jahr kommt zu uns Bischof Bejoy N. D’Cruze OMI aus Bangladesch. Er berichtet über das geplante Projekt:

Die Diözese Sylhet, Bangladesch

Papst Benedikt XVI. gab die Errichtung der Diözese Sylhet am 8. Juli 2011 bekannt. Bejoy N. D’Cruze OMI wurde zu ersten Bischof dieser Diözese ernannt. Vorher war er sechs Jahre Bischof von Khulna. Die Bischofsweihe empfing er am 6. Mai 2005. Die neue Diözese besteht aus vier zivilen Distrikten von 12 594 qkm mit einer Bevölkerung von etwa 10 Millionen Einwohnern und 18 000 Katholiken.

Bangladesch ist ein überwiegend muslimisches Land. Der Apostel Thomas brachte das Christentum nach Indien. Eine größere Verbreitung des Christentums erfolgte  im 16. Jahrhundert, als portugiesische Kaufleute in das Land kamen. Die Jesuiten bauten 1600 eine Kirche in Isoripur. Die Augustiner predigten 1612 in Dhaka. Die älteste Kirche ist heute in Tejgaon. Die Stadt Dhaka wurde 1677 von den Portugiesen erbaut. 1971 wurde Bangladesch unabhängig. Bangladesch umfasst 150 000 qkm mit einer Bevölkerung von 160 Millionen Einwohnern, von denen 88% Muslime sind, 10% Hindus, der Rest der Bevölkerung gehört zu verschiedenen Stammesgruppen. Zurzeit leben 350 000 Katholiken in sieben Diözesen mit insgesamt 500 000 Christen.

Die Jaflongmission

Sie liegt an der Grenze  von Indien und Bangladesch. Die Oblaten gründeten diese Mission im Jahr 2002, die etwa 65 km von Oblatenmission Khadim, Sylhet entfernt ist. Zu dieser Pfarrei gehören sieben Dörfer. In der Teeanlage von Jaflong arbeiten etwa 3500 Arbeiter, die Hindu sind. In dieser Gegend leben etwa 1 500 Khasi und mehrere tausend Muslime. Die meisten Khasi sind Christen, die verschiedenen Kirchen angehören. Die Zahl der Katholiken in dieser Pfarrei beträgt 675. Sie sind eine kleine Anzahl; die Option der Oblaten war es jedoch, nahe bei den einfachen Leuten, ganz besonders nahe bei der Minorität der einheimischen Bevölkerung dieser Region zu sein. Neben anderen pastoralen Arbeiten leistete die Präsenz unter den Khasi eine vortreffliche und gewinnbringende Arbeit.  Alle, ohne  jeden Unterschied der Kaste und des Glaubens,  erhalten karitative Dienste und Unterstützung.

Wir bereiten eine Anzahl von Katechumenen auf den Empfang der Taufe vor.

Die Oblaten gaben im Jahr 2015 diese Mission an die Diözese Sylhet ab. In der genannten Pfarrei arbeitet ein Weltpriester. Die meisten Katholiken sind Khasi; einige wenige Familien kommen von den Jaflong-Teeplantagen.

So bietet sich eine gute Möglichkeit an,  in den Teeplantagen zu evangelisieren, in denen die große Mehrheit Hindus sind. 

Mit den pastoralen und sakramentalen Diensten für die Katholiken leiten wir in dieser Pfarrei zwei Grundschulen und einen Kindergarten. Für die armen Kinder sind freie Plätze in der Schule vorgesehen. Für Mädchen und Frauen gibt es in der Pfarrei ein Nähzimmer. Dort sollen sie ein Jahr lang das Nähen lernen, um damit eine kleine Einnahme zu erlangen. Diese Frauen sind dann zusammen mit ihren Ehemännern imstande, einen finanziellen Beitrag für den Unterhalt der Familie zu geben.  Eine Lehrerin hilft den Mädchen, Muster zu entwerfen und den Stoff für Kleider auszuschneiden. Wir besitzen fünf Nähmaschinen. Zehn können zur gleichen Zeit Unterricht der Näherei erhalten. Die Schule funktioniert gut. Nach der Lehre sind sie fähig, einen Beitrag für ihre Familien zu leisten.

Es gibt auch Genossenschaftsbanken für den finanziellen Fortschritt der Leute.

Das Projekt des Zentrums für einheimische Frauen

Wir möchten gerne ein Zentrum für verschiedene Tätigkeiten der einheimischen Bevölkerung und der anderen errichten. Wir haben keinen geeigneten Arbeitsplatz für Mädchen und Frauen. Das Zentrum sollte folgenden Zwecken dienen:

1)      Das Zentrum sollte Mädchen und Frauen für Näharbeiten dienen

2)      Für die Lehrerinnen der drei Schulen zum Üben und zu Lernsitzungen

3)      Sitzungen  für den interreligiösen und ökumenischen Dialog

4)      Tätigkeiten der christlichen Genossenschaftsbanken

5)      Verschiedene Arten von Begegnungen und Versammlungen der Leute für ihre Notwendigkeiten 

6)      Mädchen aus den Teeplantagen und Arme ziehen großen Nutzen von diesem Zentrum

Zu dieser Zeit haben wir keinen Arbeitsplatz für diese Tätigkeiten. Im Anfang haben wir diese dort veranstaltet, wo es einen Platz gab. Jetzt sind die oben genannten Programme gut  ausgereift. Jetzt lernen jedes Jahr zehn Mädchen diese Tätigkeit. Die genannten Programme sind. Sie benötigen einen geeigneten Raum für die Nähmaschinen, für ihre Kleider und eine gute Arbeitsatmosphäre.

Auch die (Fortbildungs-) Programme für die Lehrer, der interreligiöse Dialog und ökumenische Begegnungen brauchen ebenfalls einen geeigneten Raum für Versammlungen. Weitere Treffen können veranstaltet werden, wenn wir dafür einen Raum zu Verfügung haben. Dann können wir unsere Tätigkeiten  gut organisieren; durch dieses Zentrum würden viele Leute gute Dienste erhalten. Am meisten würden arme Mädchen davon Nutzen ziehen.

Das Zentrum würde auch unsere Präsenz stärken. Es würde ein Büro eingerichtet, von dem aus alle genannten Tätigkeiten organisiert werden. Dort würden auch alle Dokumente aufbewahrt werden.

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