| Ort: St. Bonifatiuskloster

Fastenpredigt

So viele Menschen – so viele Gottesbilder. Jeder Mensch hat ein bestimmtes Bild von Gott und dieses Bild prägt sein Leben, vor allem sein Glaubensleben. Oft ist das Bild negativ geprägt. Dann ist Gott der Richter oder der Rächer. Das hat oft damit zu tun, dass uns als Kinder ein solches Bild von Gott beigebracht wurde. Gott wurde als Erziehungsmittel missbraucht: „Der liebe Gott sieht alles! – Der liebe Gott straft dich, weil du das getan hast! Oder: Der liebe Gott liebt dich nur, wenn du auch schön brav bist!“ Solche oder ähnliche Botschaft haben oft das Gottesbild von Menschen negativ geprägt. Dabei ging es Jesus immer um den Gott, der uns liebt. Gerade seine Solidarität mit den Sündern und Armen zeigt, wie sehr er davon überzeugt war, dass Gott jeden Menschen liebt, sogar den Sündern. Wir müssen das wieder begreifen, dass „Gott die Liebe ist“. Wir wollen durch unsere Predigten versuchen, dieses positive Got-tesbild darzustellen. Die Predigten sollen helfen, Gott neu zu sehen und der Botschaft Jesu vom wahren Gott zu folgen.

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