Wer wir sind

In über 70 Länder, auf fünf Kontinenten

Zu unserer Gemeinschaft gehören über 3.900 Oblaten, sowie 640 Scholastiker (Oblatenstudenten) und Brüder in der Erstausbildung, außerdem 130 Novizen.

Die Grundlagen für unser Ordensleben sind unsere Satzungen und Regeln, die zurückgehen auf unseren Stifter, den Hl. Eugen von Mazenod. Auch heute versuchen wir nach seinem Geist zu leben. Wir möchten hier einige Aspekte unseres Lebens als Oblaten vorstellen.

 

Jesus Christus ist unser Zentrum

Er selbst hat uns eingeladen, Ihm nachzufolgen. Wir wollen versuchen nach Seinem Vorbild zu leben, und so ist es unser Ziel, Ihn immer besser kennenzulernen und die Beziehung zu Ihm zu vertiefen. Als Missionare sehen wir unsere Sendung darin, den Menschen das Wort Gottes zu verkünden. Wir wollen den Menschen von Jesus Christus erzählen, damit auch sie Ihn kennenlernen können. Zu unseren Aufgaben gehört darum, vor allem die Gemeindemission und die Weltmission. Wir gehen dorthin, wo es Menschen gibt, die noch nichts von Christus gehört haben, oder die sich von Ihm entfernt haben. Besonders wollen wir uns dabei nach dem Beispiel des hl. Eugen den Armen und Verlassenen zuwenden.

 

Christus in unserer Mitte

Für uns Ordensleute ist das Leben in Gemeinschaft ein zentraler Punkt. Unser Vorbild ist dabei die Gemeinschaft Jesu mit seinen Aposteln. Wenn wir in unseren Gemeinschaften versuchen das Evangelium zu leben, d.h. vor allem die mitbrüderliche Liebe, dann sollen die Menschen sehen, dass Christus in unserer Mitte lebt. Das Leben in Gemeinschaft mit anderen ist, wie in jeder Familie, nicht immer leicht. Auch die schwierigen Zeiten gehören dazu und sollen im Geist der Liebe gelebt werden. Dabei gehören die gemeinsame Gestaltung der Freizeit oder eine gemütliche Unterhaltung bei einem Glas Bier oder Wein am Abend dazu.


Die Kirche lieben

Eugen von Mazenod hat gesagt: Christus lieben heißt die Kirche lieben. So üben wir unseren Dienst in Treue zur Kirche aus und verstehen uns als Mitarbeiter der Bischöfe. Wir arbeiten dabei auch mit den Laien zusammen, ermutigen und unterstützen sie selbst apostolische Aufgaben zu übernehmen.


Das Vorbild unserer Patronin

Als Vorbild unseres Lebens verehren wir besonders Maria. Die Immakulata ist Patronin unserer Kongregation. Sie ist unser Vorbild, weil sie die Hingabe vollkommen gelebt hat, indem sie ihr vorbehaltloses "Ja" zur Verkündigung des Engels gesagt hat. Sie hat Christus zur Welt gebracht und auch wir als Missionare wollen Ihn zu den Menschen bringen.


Nachfolge als Hingabe


Das Wort Oblate kommt vom lateinischen offere, deutsch: hingeben, darbringen, opfern. Wer als Oblate lebt, gibt sein Leben in Gottes Hand. Diese Hingabe wird deutlich im Ordensleben, das radikale Nachfolge Jesu ist. Wir versprechen deshalb nach den evangelischen Räten von Armut, Keuschheit und Gehorsam zu leben. Unverzichtbar ist auch das Gebet, die tägliche Eucharistiefeier, das gemeinsame Stundengebet, die Betrachtung der Heiligen Schrift. Eine besondere Rolle spielt das stille, betrachtende Gebet, dem wir uns täglich eine Stunde widmen.

 Wir sind eine sogenannte Klerikerkongregation. Das bedeutet nicht, dass in unserer Gemeinschaft nur Priester leben. Priester und Brüder ergänzen sich bei ihrer missionarischen Arbeit. Das spiegelt sich in unseren Aufgaben wider: In der Verkündigung des Evangeliums und besonders bei der Feier der Sakramente, vor allem der Eucharistie, aber auch der Beichte, in der wir den Menschen die Liebe Gottes zusagen und nicht zuletzt auch im Dienst an den Armen und Verlassenen.

Unsere Vorbilder

Hl. Eugen von Mazenod OMI

Eugen von Mazenod (1782-1861) ist unser Ordensgründer. Er scharte Mitarbeiter für die Missionierung in der französischen Provence um sich. 1837 wurde er Bischof der Hafenstadt Marseille. 1975 wurde er selig-, 1995 heiliggesprochen.

 

Sel. Joseph Gérard OMI

1831 in Frankreich geboren trat er 1851 den Oblaten bei und reiste 1853 als Missionar nach Südafrika. Ab 1862 arbeitete er bei den Basothos. Sein tiefes Gebetsleben und seine Liebe zu den Menschen machten seine Arbeit so erfolgreich. 1914 starb er und wurde 1988 seliggesprochen.

 

Sel. Josef Cebula OMI

Der Pole Josef Cebula (1902-1941) trat 1921 bei den Oblaten ein. Er erhielt 1939 Hausarrest von den Nationalsozialisten. Heimlich übte er seinen priesterlichen Dienst aus, wurde verraten und 1941 im KZ Mauthausen inhaftiert, dort wurde er am 28. April erschossen. 1999 wurde er seliggesprochen.

 

Sel. Francisco Esteban Lacal OMI und Gefährten

22 Oblaten wurden 1936 während des Spanischen Bürgerkrieges verhaftet und erschossen. Die meisten waren keine 30 Jahre alt, einige noch nicht einmal 20. P. Lacal war damals Provinzial und spendete unter Todesgefahr seinen Mitbrüdern die Kommunion. Mit einem Familienvater wurden sie alle am 17.12.2011 seliggesprochen.

 

Friedrich Lorenz OMI

Er wurde am 10. Juni 1887 in der Diözese Hildesheim geboren. 1916 trat er den Oblaten bei. 1924 empfing er die Priesterweihe. Später wirkte er in Stettin. Ein Spitzel der Gestapo verriet ihn und andere dort und so wurde P. Lorenz im Februar 1943 verhaftet. Mit der Anklage "1. Hören von Feindsendern, 2. Zersetzung der Wehrkraft und 3. Feindbegünstigung", wurde er zum Tode verurteilt und am 13.11.1944 in Halle/Saale enthauptet. Seine Urne wurde 1947 auf dem Klosterfriedhof in Hünfeld beigesetzt.

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